Im Regierungsbunker brennt noch Licht

Sicherheitspolitik und deutsche Geschichte zum Abschluss eines Wochenendseminars in Bad Neuenahr/Ahrweiler: Nachdem an den letzten Tagen im Seminarraum die weitere Medienarbeit des Reservistenverbandes erarbeitet wurde, ging es am Sonntag raus ins Ahrtal. Unter Weinbergen liegt dort der ehemalige Bunker der Bundesregierung. Gebaut für den Dritten Weltkrieg, dient er heute als Erinnerungsstätte.

Weinberg am ehemaligen Regierungsbunker im Ahrtal.
Weinberg am ehemaligen Regierungsbunker im Ahrtal.

Grundlage für den Bunker war ein nie fertig gestellter Eisenbahntunnel aus der Kaiserzeit. Über mehr als 12 Kilometer erstreckte sich dort die Regierungszentrale für den Kriegsfall. In ihr sollten 3.000 Menschen Schutz finden, um die Regierungsgeschäfte am laufen zu halten. Doch ziemlich schnell zeigte sich bei Sprengtests an den tonnenschweren Betontoren, dass diese nichtmal der vergleichsweise schwachen Hiroshima-Bombe gewachsen gewesen wären. So diente der Schutzbau vor allem der glaubwürdigen Darstellung des politischen Willens, die Bundesrepublik im NATO-Rahmen zu verteidigen. So erfüllte die Anlage ihren Zweck ohne je in den realen Einsatz zu kommen. Heute wird der Betrieb als museale Einrichtung auf knapp 200 Metern durch einen Verein aufrecht erhalten. Mit der Dokumentationsstätte steht das einst geheimste Gebäude der Republik nun für alle Bürger offen.

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