Einleitung
Diese Ausarbeitung beschäftigt sich mit Pervasive Computing.
Unter diesem Begriff wird, ähnlich dem von Mark Weiser geprägtem Begriff Ubiquitous Computing,
die Allgegenwärtigkeit der Informationsverarbeitung und die Möglichkeit unabhängig von
Zeit und Ort auf Informationen zugreifen zu können verstanden.1)
Ein Schritt in diese Richtung ist die zunehmende Verbreitung von PDAs und Smartphones die
in der La-ge sind durch drahtlose Datenübertragung mit anderen Geräten zu kommunizieren
und Informationen, zum Beispiel über das Internet, abzurufen.
Dabei spielen auch Mobilkommunikationssysteme wie GPRS oder UMTS eine entscheidende Rolle,
da sie im Vergleich zu drahtlosen Netzwerktechniken wie WLAN oder Bluetooth eine
bedeutend größere Netzabdeckung und Zugang zum Internet gewährleisten.
In der Vergangenheit wurden Computer so entwickelt, dass sie möglichst aufregend und
interessant wirkten. In der Zukunft wird der Computer verschwinden.
Das bedeutet er wird in andere Geräte eingebettet, so dass er immer mehr unbewusst und
selbstverständlich benutzt werden wird.2)
Das wird zu einer stärkeren Verbreitung von kleineren und spezialisierten Geräten führen,
während die herkömmlichen PCs zu-nehmend an Bedeutung verlieren, so dass der Benutzer
nicht mehr mit dem Compu-ter an sich konfrontiert wird.
Mit diesen, auch Smart Devices genannten, Geräten kommt man dem Ziel die Computer im
bildlichen Sinne verschwinden zu lassen sehr nahe und erhält gleichzeitig die Möglichkeit
die Informationen da zu verarbeiten wo sie anfallen bzw. benötigt werden.
Die Bezeichnung Pervasive Computing wurde im Wesentlichen durch die Industrie geprägt,
die damit die allgegenwärtige Informationsverarbeitung durch die Nutzung aktueller Technologien
für IT-gestützte Geschäftsprozesse meint.
Der eher visionäre Begriff Ubiquitous Computing hingegen kommt aus dem akademischen Bereich und
beschreibt zukünftige Technologien die entwickelt werden sollen um die Idee der allgegenwärtigen
aber dennoch unaufdringlichen Computer zu beschreiben.
Diese Arbeit wird zwei Projekte vorstellen. Bei beiden handelt es sich um in Parklandschaften
eingebettete Installationen. Das erste ist im Rahmen des International Garden Festivals in Kanada
entstanden. Im Zentrum des Projektes UNSEEN stehen Unterhaltung und Wissensvermittlung.
Demgegenüber steht die Installation Sensoric Garden der Universität Bremen.
Ziel ist hier eine postmoderne Art des Lustwandelns zu erzeugen.
Es wird im Verlauf der Arbeit der Frage nachgegangen welche Stellung diese Projekte für den
Forschungsbereich Pervasive Computing spielen und wie erfolgreich sie waren und sein können.
Dabei müssen Attraktivitätskriterien identifiziert und bewertet werden.
Die folgenden beiden Abschnitte stellen zunächst die beiden Installationen vor. Anschließend
wird der Frage der Kriterien zum voraussichtlichen Erfolg solcher Projekte nachgegangen.
Dem folgend werden die Installationen anhand dieses Maßstabes bewertet.
Die Schlussbetrachtungen fassen die Ergebnisse zur Attraktivität interaktiver Systeme zusammen
und ordnen die Bedeutung der vorgestellten Systeme in Forschungsbereich Pervasive Computing ein.
1) Vgl. http://www.vs.inf.ethz.ch/publ/papers/UbiPvCSchlagwort.pdf vom 20. Juni 2005
2) Vgl. http://www.ubiq.com/hypertext/weiser/UbiHome.html vom 5. Juni 2005
M. Stein, Alexander Heine, Ronald Nitschke, 2005
Universität Potsdam, Institut für Informatik
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